LIONS AGE

Im Rahmen seiner Activity LIONS AGE möchte der Club die interessierte Öffentlichkeit mit unterschiedlichen Formaten (Vorträge, Podiumsdiskussionen, Gesprächskreise) über Alzheimer aufklären, die Facetten der Krankheit beleuchten und mit fundierter Information den kompetenten Umgang mit Alzheimer fördern. 

Der demographische Wandel stellt unsere Gesellschaft vor enorme sozio-ökonomische Herausforderungen. Als besonders dramatisch erweist sich der Anstieg der neurodegenerativen Erkrankungen, vor allem der Alzheimer Krankheit. Durchgreifende Erfolge in der Therapie sind nicht in Sicht. Die Alzheimer Krankheit stellt für die Patienten und Angehörigen eine enorme Belastung dar, sie werden mit Ängsten, Sorgen und Kummer konfrontiert. Die oftmals vorherrschende Rat- und Sprachlosigkeit wird meist durch Verdrängen ausgehalten. 

Bei den Veranstaltungen stehen Strategien zur Prävention und zum Leben mit der Krankheit im Mittelpunkt. Das betrifft die Situation in der Pflege aber auch den Umgang mit der Krankheit in den betroffenen Familien selbst. Unter Einbeziehung der lokalen Fachkreise sollen den Betroffenen Hilfsmöglichkeiten aufgezeigt werden.

Nächste Veranstaltung:

im Herbst 2018 - in Planung



Vorherige Veranstaltungen:

 "Alzheimer ist keine Krankheit!“ - Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemyer im Gespräch mit Meinhard Schmidt-Degenhard und Betroffenen

Mittwoch, den 25. April 2018, um 19:30 Uhr, Christian-Wirth-Saal, Schloßplatz 1, Usingen

Buch „Das 4. Lebensalter - Alzheimer ist keine Krankheit“ von Prof. Dr. Dr. Gronemeyer bildete die Grundlage des Gesprächs von Meinhard Schmidt-Degenhard, dem bekannten HR-Moderator, mit dem Autor. Zuvor schilderte Hildgard von Lonski ihre Erfahrungen mit ihrem an Demenz erkrankten Vater.  Matthias Kantenwein stelllte das ambulatne Betreuungskonzept der Diakoniestation Friedrichsdorf vor. Mit der Veranstaltung wendete sich die Reihe LinosAGE nach der Beleuchtung der medizinisch-pharmakologischen Dimension den sozialen und gesellschaftlichen Facetten der Krankheit zu. 


Presse: 

„Usingen: 20 Prozent von uns werden im Alter dement“

Ein Artikel von Horst-Walter Schwager

Im Bild: Hildegard von Lonski, Matthias Kantenwein, Meinhard Schmidt-Degenhard, Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Prof. Dr. Gunter Eckert (von links) - Photo von Horst-Walter Schwager

Link zum Artikel im Usinger Anzeiger vom 27.04.2018 hier!



Neujahrsempfang: „Stand der  Alzheimer Forschung in der Pharmaindustrie" 

Usingen, 17. Januar 2018 - Der Neujahrsempfang des Lions Club Usingen-Saalburg. fand Ihm Rahmen der Aktivität "LionsAGE - kompetent älter werden mit oder ohne Demenz“ statt. Herr Dr. Hans-Peter Hundemer von der Pharmafirma Lilly  referierte das Thema: "Neue Medikamente gegen Alzheimer aus der Sicht der pharmazeutischen Industrie“ vor  ausgewählte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und dem medizinischem Bereich. Trotz der starken Behinderungen durch Schneefall an diesem Abend fanden die allermeisten Gäste den Weg in den Wilhemj-Salon auf dem Schloßcampus der Stadt Usingen. Dr. Hundemeyer stellte die Ernüchterung dar, die nach vielen gescheiterten klinischen Studien mit neunen Medikamenten in der Pharmaindustrie herrscht. Er machte wenig Hoffnung, dass es in absehbarer Zeit ein ursächlich in das Krankheitsgeschehen eingreifenden Wirkstoff geben wird. Nach dem Vortrag, der von den Anwesenden beigeistert aufgenommen wurde, entwickelten sich bei einem „Flying Buffet“, das von der Starthilfe e.V. Usingen ausgerichtet wurde, viele spannende Gespräche. Diese wurden von Klavierklängen, die Marcel Neeb beisteuerte, begleitet. 


Infoabend zum Welt-Alzheimer-Tag am 21. September 2017: "Alzheimer vorbeugen - Experten klären auf

Frankfurt, 22. September 2017 – 1,2 Millionen Alzheimer-Patienten und kein Heilmittel: Zum Welt-Alzheimer-Tag am 21. September hat die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) aus Düsseldorf mit der Veranstaltung „Alzheimer vorbeugen – Experten klären auf“ auf das Thema Alzheimer-Prävention aufmerksam gemacht. Der Informationsabend  auf dem Campus Westend fand in Kooperation mit dem Frankfurter Forum für interdisziplinäre Alternsforschung (FFIA) der Goethe-Universität Frankfurt und dem Lions-Club Usingen-Saalburg statt. Für den Lions Club Usingen-Saalburg war es die zweite Veranstaltung der Initiative LionsAGE, nach dem Auftakt am 15. August in der Mensa der Christian-Wirth-Schule in Usingen. Um vielen Bürgern aus dem Usinger Land die Teilnahme an dem Informationsabend in Frankfurt zu vereinfachen, hatte der Lions-Club Usingen-Saalburg einen Bustransfer von Usingen über Neu Anspach und Wehrheim organisiert.

„Jede zweite Frau und jeder dritte Mann über 65 entwickelt im weiteren Altersverlauf eine Demenz“, erklärte Prof. Dr. Johannes Pantel von der Goethe-Universität Frankfurt den 600 Besuchern, von denen ca. 50 aus dem Usinger Land kamen, im vollbesetzten Festsaal des Casino-Gebäudes. „Wir wollen Ihnen aber keine Angst machen, sondern Sie ermuntern, aktiv zu werden“, stellte Pantel das Motto für den Abend vor. Pantel leitet den Arbeitsbereich Altersmedizin am Institut für Allgemeinmedizin. Eine Möglichkeit, sein Alzheimer-Risiko zu senken, sei eine regelmäßige sportliche Betätigung, so Pantel. Er empfahl den Zuhörern, rund 150 Minuten pro Woche Sport im moderaten Bereich, „so dass man sich beim Sport noch unterhalten kann“. 

„Personen, die sich mediterran ernähren, haben ein geringeres Alzheimer-Risiko“, fasste Prof. Dr. Gunter Eckert von der Justus-Liebig-Universität Gießen und Präsident des Lions-Club Usingen-Saalburg, den aktuellen Wissensstand im Bereich Ernährung zusammen. „Die mediterrane Ernährung ist gekennzeichnet durch einen Verzehr von viel Obst und Gemüse, Olivenöl und Nüssen, dafür wenig rotes Fleisch und viel Fisch. Beim Fisch sollte man eher zu fettem Seefisch wie Lachs, Kabeljau oder Makrele greifen, da diese Fische viele langkettige Omega-3-Fettsäuren enthalten“, sagte der Professor für Ernährung in Prävention und Therapie, der selber mit seiner Arbeitsgruppe die positiven Auswirkungen der Ernährung erforscht. Von der AFI wurde er seit 2002 bereits drei Mal mit einer jeweils zweijährigen Forschungsförderung unterstützt.

UNADJUSTEDNONRAW thumb 1ca0a

Über 850 Anmeldungen zählten die Veranstalter, letztendlich fanden rund 600 Personen Platz im Festsaal des Casino-Gebäudes auf dem Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt. (Bild: Gunter Eckert)

Gleich mit zwei Vorurteilen räumte Dr. Valentina Tesky auf: Das Lösen von Kreuzworträtseln hat kaum vorbeugende Effekte. Stattdessen werde gelerntes Wissen abgefragt, sagte die Psychologin vom Arbeitsbereich Altersmedizin der Goethe-Universität Frankfurt. Auch Gehirnjogging werde oftmals überschätzt, da der Transfer auf die Alltagsfähigkeit ausbliebe und sich eine nachhaltige Wirkung nicht erzielen ließe. „Geistige Fitness sind Aktivitäten, die das Gehirn fördern“, sagte Dr. Tesky. „Lernen Sie Neues“, empfahl sie den Zuhörern, „zum Beispiel eine Fremdsprache oder ein Musikinstrument.“ Dies sei in der Gruppe besonders empfehlenswert, da soziale Kontakte gerade auch im Alter wichtig seien um einer Depression vorzubeugen.

Abschließend machte Prof. Dr. Ralf Ihl, Chefarzt der Klinik für Gerontopsychiatrie und Psychotherapie am Alexianer Krankenhaus Krefeld, auf die Wichtigkeit der medizinischen Vorsorge aufmerksam. So können Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes oder Cholesterin erkannt und behandelt werden.

Möglichst gesund alt werden: Alle Referenten machten den Zuhörern deutlich, dass es kein Patentrezept gibt, um sich vor der Alzheimer-Krankheit zu schützen. Mit den vorgestellten Aktivitäten kann aber das Alzheimer-Risiko verringert werden. Und die sollten vor allen Dingen Spaß machen, damit sie nachhaltig im Alltag umgesetzt werden.

Die AFI hat alle Empfehlungen in der Broschüre „Alzheimer vorbeugen: Gesund leben – gesund altern“ kompakt und leicht verständlich zusammengefasst. „Alzheimer vorbeugen“ kann kostenfrei bestellt werden unter der Telefonnummer 0211 - 86 20 66 0 oder über die AFI-Webseite www.alzheimer-forschung.de, Rubrik „Aufklärung & Ratgeber“.


Fotoalbum der Veranstaltung hier

001

Blick aus dem vollbesetzen Casino-Saal auf Moderatorin Okka Gundel (Bild Thomas Tratnik)


Downdload des Flyer zur Veranstaltung hier

Flyer pic



Auftaktveranstaltung - Ginkgo und Co. - was hilft gegen Alzheimer?

Usingen, 15.08.2017 Wenig Hoffnung auf eine baldige, ursächliche Therapie von Alzheimer verbreitete Prof. Dr. Walter E. Müller, bei seinem Expertenvortrag im Rahmen der Auftaktveranstaltung „LionsAGE – kompetent älter werden, mit und ohne Demenz“ des Lions Club Usingen-Saalburg, die zusammen mit dem Demenznetzwerk Usinger Land durchgeführt wurde. Im gut besuchten Christian-Wirth- Saal stellte der Pharmakologe von der Goethe-Universität Frankfurt, die zur Behandlung von Alzheimer zugelassen Arzneimittel vor. Auch wenn diese nur die Symptome der Krankheit für eine gewisse Zeit unterdrücken, plädierte er doch für einen konsequenten Einsatz der Medikamente am Patienten. Dass diese in der Breite wohl nicht in vollem Umfang angewendet werden, bestätigten in der anschließenden Diskussion auch anwesende Fachkräfte aus dem Pflegebereich. Müller, der unter anderem den Wirkmechanismus von Ginkgo Extrakt aufgeklärt hat, setzte sich für eine frühe Behandlung von Patienten mit ersten Symptomen mit diesem pflanzlichen Arzneimittel ein. Er führte aus, dass allerdings nur der zur Therapie zugelassene Spezialextrakt aus den Blättern des Lebensbaumes klinisch getestet sei und riet, sich in der Apotheke umfassend beraten zu lassen. Dass man neben der medikamentösen Therapie sehr viel für Alzheimer Patienten tun kann, wurde an den Ständen des Demenznetzwerkes Usinger Land veranschaulicht. Es gab Informationen zur ambulanten und stationären Pflege, zur Unterstützung von betroffenen Familien und zu therapiebegleitenden Maßnahmen wie etwa Klangschalentherapie oder Gesellschaftsspiele, die das Erinnern fördern. 

In seinen Grußworten begrüßte Steffen Wernard, Bürgermeister der Stadt Usingen, dass es im Usinger Land mit dem bereits bestehenden Demenznetzwerk Usinger Land und nun auch mit der Initiative LIONS AGE sehr gute Projekte gibt, die nicht nur Patienten und betroffenen Familien konkret helfen möchten, sondern auch in der Gesellschaft auf breiter Basis aufklären werden.

Fotoalbum zur Veranstaltung hier:

LionsAGE Auftaktveranstaltung 1 (Bild- Gunter Eckert; Heinz Markert) - 5

Blick in den Christian-Wirth-Saal, Usingen (Bild Gunter Eckert)

Kommende Veranstaltungen:

… seien Sie gespannt!

Informationen im Usinger Land




© Lions Club Usingen Saalburg 2018